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Im Frühjahr und Sommer entwickeln sich bei wärmeren Temperaturen
vor allem in Schwimmteichen größere Mengen von flockigen oder
klumpigen, schleimigen Gebilden. Dabei handelt es sich nicht um Algen,
Amphibien-, Schnecken- oder Insektenlaich, sondern einfach um Bakterienkolonien,
wie sie auch in Klärwerken in den so genannten Belebtschlammbecken
für die Reinigung des Wassers verantwortlich sind.
In naturnahen Gartenteichen treten solche starken Bakterienanhäufungen
normalerweise gar nicht, ähnliche aber stark mit Algen durchsetzte
nur ganz vereinzelt auf. (s. gallertige Schleimklumpen)
Unter Gallert versteht man in der Biologie, wässerige
kolloidale Lösungen in denen die gelösten Teilchen aus Makromolekülen,
in unseren Fällen vor allem aus Eiweißstoffen bestehen.
Sehr viele Algen produzieren gallertige Umhüllungen, aber auch die
Eigelege vieler Tiere besitzen Schutzhüllen aus Gallert.
Manchmal findet man in einem naturnahen, fischlosen Gartenteich
auf oder unter Wasserpflanzenblättern ein Gallertgebilde, von dem
man gern wissen möchte, was es eigentlich ist.
Nachfolgend sind einige wenige dieser häufigsten Gallertgebilde
als Beispiele aufgeführt. Die Verweise führen zu den genaueren
Beschreibungen. |
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Die bekanntesten Gallertklumpen sind wohl die weichen, geleeartigen
Umhüllungen von Froschlaich.
Die Laichklumpen von Grasfröschen sind anfangs nur wenige Zentimeter
groß, können aber nach der Wasseraufnahme nach einigen Stunden
bis zu 20 cm groß werden. |
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In keinem Teich sollten Schnecken
fehlen.
Der Laich aller Wasserschnecken ist ummantelt von runden, ovalen, oder
länglichen Gallerthüllen, die oft an der Unterseite von Schwimmblattpflanzen
kleben.
Die Konsistenz der Gallerthüllen ist je nach Schneckenart sehr
weich bis sehr zäh. Bereits an der Form kann man oft die Schneckenart
erkennen. |
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Egel in fischlosen Teichen werden oft zu Unrecht verfolgt, denn sie
sind völlig harmlos, ernähren sich fast ausschließlich
von Mikroorganismen und vermehren sich nur sehr langsam.
Die wenigen Eier der Pferde- und Hundeegel.
werden durch eine zähe Gallerthülle geschützt, die meistens
an die Unterseite eines Schwimmblattes geklebt ist. |
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| In einer formlosen, gallertigen Masse von 2 bis 4 cm sind hunderte
von winzigen Eiern der Köcherfliegeneingebettet.Man
findet sie dicht unter der Wasseroberfläche an Wasserpflanzen oder
Moos. |
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Formlos und weich, eher schleimig und bis faustgroß sind diese
Klumpen, die meistens im Spätsommer und Herbst an flachen Teichuferstellen
auftreten. Beim Herausfischen zerfallen diese gallertigen
Schleimklumpen sehr leicht.
Sie sind für die frisch geschlüpften Larven aller Wasserbewohner
ein konzentriertes Nahrungsangebot. |
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An abgestorbenen Pflanzenresten findet man, vor allem im Frühjahr,kleine
runde Gallertkügelchen, die später auch einige Zentimeter Durchmesser
haben können.
Im Innern befinden sich Algen, deren Schönheit man allerdings
erst mit einer starken Lupe oder einem Mikroskop bewundern kann.
Sie wird Borsten Grünalge
genannt. |
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Anfangs in kugeligen, gallertigen Hüllen später als Fladen
(schwarz) an der Wasseroberfläche findet man die stickstoffbindende,
Gallertige
Zitteralge, die zu den Blaualgen gehört.
Genau wie die Borsten-Grünalge ist sie eine Indikatorpflanze
für sauberes Wasser.
(Wassergüteklasse II) |
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Wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht, kleiner als einen Millimeter
aber bis zu mehreren Zentimeter groß sind diese gallertartigen Rotalgen,
die man allerdings nur sehr selten und fast immer nur in sehr sauberem,
nahezu nährstofflosem Wasser findet.
(Wassergüteklasse I) |
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Glitschige braune und grüne Verdickungen von bis zu
1 cm Dicke und mehreren Zentimeter Länge an abge- storbenen Pflanzen
und Pflanzenstängeln. Mit einer Lupe kann man leicht erkennen, daß
es sich hierbei um Kolonien von Grünen
Trompetentieren handelt. |
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| Übersicht: Algen und Gallerten |
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