Gartenteich - Terminologie
Biotop, Feuchtbiotop, Naturteich, Naturnaher Teich, Zierfischteich

 
Damit wir nicht versehentlich aneinander vorbei diskutieren, hier eine kleine Anmerkung zur Teminologie, d.h. zu  Bezeichnungen, die bei Berichten über Gartenteiche oft falsch, bzw. missverständlich verwendet werden. 
(Für nicht bekannte Fachausdrücke öffnen Sie bitte das Glossar)

Unter Gartenteich wird allgemein ein künstlich angelegetes Kleingewässer verstanden, das normalerweise mit Zier-, ausnahmsweise auch mit einheimischen Fischen besetzt ist.
Um diese, für ein Kleingewässer meist viel zu großen Tiere für eine längere Zeitspanne am Leben zu erhalten, werden technische und chemische Hilfsmittel eingesetzt.

Verwirrend und völlig missverständlich ist es, wenn im Internet, oder auch in einem Sachbuch, ein Goldfischteichbesitzer von seinem "Feuchtbiotop" oder "Biotop" berichtet und dabei aber den Bestand von 30 Goldfischen im 200 l-Becken mit 
selbstverständlich glasklarem Wassers verschämt verschweigt. 
Selbstverständlich ist ein Behälter oder Becken in dem Fische gehalten werden im weitesten Sinne auch ein Biotop und kann auch als solches bezeichnet werden, verständlicher wäre es aber wenn man hier von einem Zierfischbecken oder Zierfischteich sprechen würde. 

Den Begriff  "naturnah" suchte man in Wörterbüchern, die vor mehr als 50 Jahren erschienen sind vergeblich. Vor Erscheinen meiner Homepage 1998 war auch im Internet bei keiner der damaligen ca.10 Suchmaschinen unter "naturnah" auch nur ein einziger Eintrag zu finden. 

Warum auch? 
Jeder Mensch, der die Fähigkeit besaß auch nur halbwegs logisch zu denken, 
wusste, dass es sich hierbei um etwas handelte, dass zwar nicht natürlich entstanden war, aber einem natürlichen, d.h. Naturobjekt sehr nahe, bzw. naturähnlich erschaffen 
worden ist.

Inzwischen ist dieser Begriff, vermutlich auch dank der sehr oft desinformierenden Artikel im Internet, zu einem beliebten Modewort geworden, das bei vielen Gelegenheiten und bei vielen Objekten - auch solchen, die kaum etwas mit Naturnähe zu tun haben - mißbraucht wird, wie z.B. vom  "naturnahen PVC-Boden" bis zum "naturnahen Fernsehen" in der Sendung "ZDF-Umwelt".

Hydrobiologen und Limnologen unterscheiden - wenn überhaupt - dann 
allgemein immer noch nur zwischen natürlichen und künstlichen Still- oder Fließgewässern.

Ein Naturgewässer (See, Weiher, Tümpel, Fluß, Bach) wäre demnach ein natürlich entstandenes Gewässer mit Abfluß das von einer Quelle, von Grundwasser oder einem Fließgewässer gespeist wird. 
Auch ein künstlich angelegtes Gewässer könnte m.E. nach etlichen Jahren fast als Naturgewässer angesehen werden, wenn das Versickern des Wassers nicht künstlich durch Folie oder andere Maßnahmen verhindert wurde und das Gewässer 
auschließlich durch ein Fließgewässer, durch Grundwasser oder Regen mit Wasser 
versorgt wird und ansonsten keiner menschlichen Beeinflussung unterliegt.

Alle anderen Arten von künstlich angelegten und abgedichteten Kleingewässern, die 
nicht - oder nur unwesentlich von anthropologischen Eingriffen abhängen, können als "naturnahe" (Garten)Teiche oder auch künstlich angelegte Feuchtbiotope bezeichnet werden.
 

Ausführliche Beschreibung der Anlage, Bau und Pflege eines naturnahen Gartenteiches
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