Euastrum boldtii
Tafel A: Abb. 15 Zieralgen (Desmidiales)
Euastrum boldtii  SCHMIDLE

Zellen 1,2-1,3 mal länger als breit, im Umriß breit rechteckig. Basallappen breit gerundet, 
zwei bis dreifach gewellt und mit kleinen Zähnchen besetzt. Scheitellappen breit, kurz, mit parallelen Seiten, gegen den Apex zu nur wenig verbreitert. Apizes breit, fast gerade, mit seichtem Mitteleinschnitt, beiderseits davon je eine kräftige, den Apikalrand etwas überragende Warze und je einem Zähnchen an den Apikalwinkeln. Sinus tief, linear. In der Mitte der Zellhälften erhebt sich eine flache Anschwellung, der meist drei längliche Warzen aufsitzen, weiterhin eine einzelne Warze über dem Isthmus und weiter im intramarginalen Bereich der Seitenlappen und der Apikalwinkel.

Dimensionen: 28-29 x 22-23 µm, I.: 8-9 µ, D.: 15-18 µm.

Von dem ähnlichen E. turneri unterscheidet es sich durch dessen deutlicheren, spitzwinkelig geöffneten Apikaleinschnitt und ausgeprägtere Seitenlappen.

Vorkommen: Die wenigen Fundangaben aus Österreich stammen aus sauren Sphagnumschlenken alpiner Morrareale in über 2000 m. Diese für Mitteleuropa seltene Art ist offenbar auf Gebirgslagen beschränkt und gehört wohl dem arktisch-alpinen Florenelement an.
 

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