Euastrum turneri
Tafel A: Abb. 16 Zieralgen (Desmidiales)


Euastrum turneri  W. WEST

Zellen 1,3-1,5 mal länger als breit. Zellhälften trapezförmig, Basallappen durch überstehende Wärzchen 2-3-wellig, in einer halbkugeligen Einbuchtung in etwas kleinere, durch überstehende Wärzchen ebenfalls 2-wellige Seitenlappen übergehend. Scheitellappen nach einer weiteren weit gerundeten Einbuchtung mit schwach divergierenden Seiten gegen den Apex zu nur gering verbreitert. Apizes gerade mit einem tiefen, spitzwinkelig geöffneten Mitteleinschnitt und abgewinkelten Apikalwinkeln mit einem schräg nach außen abstehend, komisch abgestumpften Dorn. Ein solcher, etwas kleinerer, überragt auch den Rand an der Basis der Scheitellappen. Sinus tief, linear geschlossen. In der Mitte der Zellhälften eine flache Anschwellung, mit einer aus länglichen Warzen bestehenden, ovalen Ornamentierung, darüber zwei größere Poren und seitlich von diesen je eine größere Warze, eine solche jeweils auch beiderseits der Mittelanschwellung, wenig oberhalb der Sinusmitte. Gruppen kleinerer Warzen intramarginal an den Rändern der Basal-  und Seitenlappen. Warzenpaare in der Mitte der Basis der Scheitellappen und einzelne am Apexrand.

Dimensionen: 35-40 x 25-30 µm, I.: 7-10 µm  D.: 16-20 µm

Ähnlichkeit besteht mit E. boldtii, dessen Apikallappen sind aber weniger deutlich abgesetzt und die Apikaleinschnitte seichter.

Vorkommen: Als gelegentliche Begleitart mäßig saurer Schwingrasen- und Uferzonen von Bergseen der Alpen bis 1800 m Höhe. Aus Österreich liegen bisher nur wenige Fundmeldungen vor.

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