Staurastrum sebaldi
Tafel B:  Abb. 42   Zieralgen (Desmidiales)


Staurastrum sebaldi REINSCH var. sebaldi 
Lit.: WEST et al. (1923) T. 148: 5, 6; SCHARF (1995).

 
Zellen einschließlich der Arme (je nach deren Ausbildung) meist breiter als lang. Zellhalften glockenförmig, ohne basale Anschwellung mit schwach konvexen Basalseiten, die in der Länge variable, einwärts oder waagrecht 
(var. ornatum NORDST) abstehende Arme mit dorsalseitig großen, mehrfach bestachelten Warzen und kräftigen, konischen Endstacheln übergehen. Scheitel je nach Ausrichtung der Arme unterschiedlich stark konvex
(var. altum (BOLDT) W. Br. G. S. WEST ) bis fast gerade. Mitteleinschnitt innen schmal, kerbenförmig, nach außen stark erweitert. 
Zellwand entlang der Arme mit konzentrischen
Reihen kleiner Stacheln und beiderseits des Isthmus 1-2 Reihen kleiner Wärzchen oder Granulen. Scheitelansicht 3-radiat mit fast geraden Seiten und mehr oder minder verlängerten Enden. Intramarginal entlang der Arme mehrere konzentrische Stachelreihen, parallel zu den Seiten 3-4 große, mehrspitzige Warzen, Scheitelmitte glatt. 
Dimensionen: L.: 7080 µm, Bc.: 75-90 µm, 
I.: 21-23 µm.
Wie bei dem Staurastrum manfeldtii, von dem sich Staurastrum sebaldi offenbar durch das Fehlen einer deutlichen basalen Anschwellung abgrenzen läßt, besteht auch bei diesem eine merkliche Tendenz zu phänotypischer (benthalpelagialer) Vanabilität (TEILING 1947, COESEL 1992, SCHARF 1995), die sich sowohl in der Ausbildung der Zellarme als auch in der Zellwandornamentierung dahingehend auswirkt, daß im Verlauf der Anpassung an die planktische Lebensweise die Länge der Zellarme zunehmend an Bedeutung gewinnt. Unter diesem Aspekt können sowohl var. ornatum NORDST als auch Staurastrum traunsteineri HUSTEDT  als Ökomorphae angesehen werden.
 

Vorkommen: In Niedermoortümpel, Verlandungs-, Ufer- und Schwingrasenzonen von Bergseen (pH 6,4-6,6) bis nahe 2700 m Höhe nicht selten, mitunter auch im Plankton oligotropher Seen und Teiche.


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