Zur Vervollständigung unserer Kenntnisse der Zieralgenflora in
Österreich konzentrierte sich der Autor im Sommer 2001 auf die Untersuchung
von Gebirgsseen in den Niederen Tauern. Insbesondere das Gebiet südlich
von Donnersbachwald (Steiermark) ist reich an solchen kleinen Seen,
sie liegen in einer durchschnittlichen Höhenlage zwischen 1700 und
1500 m.
Im einzelnen handelt es sich dabei um: Kothüttenalmsee,
Goldbachsee, Finsterkarsee, Michelirlingsee, Plannersee und Karlsseen.
In ihrem Erscheinungsbild stimmen sie weitgehend überein: Zwischen
felsigen Ufern flache und seichte Buchten mit unterschiedlich großen
Verlandungsbereichen.
Ihre Desmidiaceenflora ist recht artenreich, es wurden insgesamt über
160 Taxa registriert!
Von den zahlreichen interessanten Funden sind folgende besonders bemerkenswert:
1. Closterium toxon RALFS
Dimensionen: Länge: 150-210 µm, Breite: 8-9 µm
2. Cosmarium dentiferum CORDA ex NORDST.
Dimensionen: Länge 90-100 µm, Breite: 85 µm, Isthmus
30-33 µm.
Diese Alge ist auffallend groß und hauptsächlich in Nordeuropa
verbreitet.

3. Cosmocladium saxonicum DE BARY
Dimensionen: Länge 21-25 µm, Breite: 15-17 µm, Isthmus:
11-12 µm
Die Zellen sind zu Kolonien vereinigt. Jede Zelle ist von einer kompakten
Gallerthüller unmhüllt und zusätzlich sind benachbarte Zellen
durch paarige Gallertstränge mieinander verbunden.
In Deutschland wird diese Alge in der roten Liste der gefährdeten
Pflanzen als vom Aussterben bedroht eingestuft.
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4. Staurastrum uniseriatum NYGAARD
Länge: 27-30 µm, Breite: 45-50 µm, Isthmus: 7-8 µm.
Auch diese Alge ist bisher nur aus nördlichen Breiten bekannt. |
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