Grasfrosch-Journal 2003
ACHTUNG! Alle einheimischen Amphibien stehen unter Naturschutz *).
Die Entnahme von Laich oder Kaulquappen aus jedem Gewässer ist deshalb
 verboten!
Bei den täglichen Nachtfrösten war bis zum 23. März morgens die Wasseroberfläche am Teichrand immer noch mit einer dünnen Eisschicht bedeckt. Tagsüber konnte man nur ab und zu  einen einzelnen Frosch im Wasser beobachten.
Ab 24. März konnten tagsüber die Frösche gut beobachtet werden. Nachts blieben sie jedoch sehr scheu. 
Ab dem 28. März war es nicht mehr möglich, die Frösche zu zählen, da sie sich kaum mehr an der Oberfläche zeigten.
Am 31. März war der erste, aber sehr kleine Laichballen zu sehen. Bis zum 6.April kamen noch 14 weitere dazu. Das Laichverhalten war völlig anders als in den vorhergehenden Jahren, in denen die gesamte Laichperiode meist nur 1 max. 3 Tage gedauert hatte. Die gesamte Laichmenge ist jedoch etwas größer als die von 2002.
Ab 6. April wurden nachts wieder Minus-Temperaturen gemessen.
Am 8.April war früh die gesamte Wasseroberfläche vereist und damit auch die an der Oberfläche schwimmenden Eier. Bis zur Mittagszeit taute jedoch wieder die Eisfläche ab und das Wasser blieb relativ warm.
Ab dem 14 April war zu erkennen, dass das Einfrieren den Eiern nicht geschadet hatte.
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..........,Datum  Temperatur Anzahl Frösche        Frühjahr  2003
Datum
Luft °C
Wasser
Anzahl
Bemerkungen
22.März
-3,2..7,2
5,0
0
1/4 der Teichoberfläche mit Eis bedeckt
23.März
-1,3..8,4
5,2
1
Eis am Teichrand
24.März
 -0,2..12,4
5,8
13
 alle Frösche sehr scheu, verhaltenes Gurren 
25.März 6,1..13,1 7,7 32 tagsüber lebhaftes Treiben, keine Scheu mehr
26.März 
0,2..11,1
7,5
32
 relativ ruhiges Verhalten
27.März 5,2..12,4 8,4 28 davon 1 Pärchen
28.März 3,0..16,8 8,8 ? die  meisten Frösche gehen auf Tauchstation
29.März 5,8..16,5 8,9 ? "
30.März 4,1..16,5 8,4 ? wenig Aktivitäten
31.März 3,2..11.6 7,9 ? um 12.00 Uhr erster kleiner Laichballen
01.April 2,0..14.0 7,2 ? ein weiterer, sehr kleiner Laichballen
02.April 1,2..7,7 6,8 ? 6 relativ kleine Laichballen dazu gekommen
03.April
3,1..6,2
6,5
?
insgesamt. 9 kleine Laichballen
04.April 0,2..5,7 5,9 ? alle Frösche wegen der Kälte sehr inaktiv
05.April 1,3..6,4 6,0 ? insgesamt 10 Laichballen, 4 Stck auf Grund
06.April -0,8..10,6 7,8 ? 15 Ballen mit insges. ca.12000 Eiern
07.April -2,1..6,8 6,2 ? am frühen Morgen Teichrand vereist
08.April  -5,2..6,2 5,8 ? früh geschlossene Eisdecke
09.April -0,2..6,0 5,8 ? früh Teichrand vereist. 
10.April 1,1..7,4 5,8 ? nur  vereinzelt Frösche zu sehen
11.April 0,8..8,2 5,9 ? keine Frösche zu sehen
12.April 1,2..12,4 8,1 28 lebhaftes Treiben und Gurren
13.April 2,8..14,2 9,6 ? absolute Ruhe
14.April 4,2..16,3 9,8 ? Nur noch wenige Frösche im Wasser
15.April 5,5..20,4 11,2 ? ein Teil der Larven sind geschlüpft
16.April 8,8..22,2 12,3 ? alle geschlüpft, sitzen auf den Gallerteballen
17.April 8,9..22,0 12,5 ? einige größere sind außerhalb der Gallerte
18.April 6,3..14,4 12,2 ? etwa 50% schwimmen frei
19.April 5,2..12,6 11,8 ? "
22.April 6,3..21,1 12,4 ? fast alle Kaulquappen sind ausgeschwärmt.
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Der erste sehr kleine Laichballen am 
31. März, vermutlich von einem noch recht jungen Weibchen.
Leider habe ich auch in diesem Jahr erst zwei Weibchen identifizieren können, doch es können ja noch mehr werden.
Und wieder ist ein Männchen dazu gekommen, dem ein Vorderbein fehlt. Eine Narbe an der linken Schulter, die auf einen Unfall hinweisen könnte ist nicht zu sehen.
10. April 2003

Inwieweit der Laich an der  Oberfläche (rechts unten) durch die strengen Nachtfröste der letzten Tage Schaden genommen hat, kann noch nicht gesagt werden, denn z..Z. ist noch kein Fortschritt bei der Entwicklung der Eier zu sehen.

14. April 2003

Wie diese Nahaufnahme zeigt, hat das Eis dem Laich offensichtlich nicht geschadet. Bei den realitiv hohen Wassertemperaturen sind die Larven eindeutig gewachsen und nicht abgestorben, wie befürchtet wurde.

15. April 2003

Ein Molch nascht an dem Grasfrosch-Laich. 
Was jedoch von den Molchen gefressen wird, fällt kaum ins Gewicht, zumal die Teichmolche z.Z. balzen und dabei das Fressen meistens vergessen.

16. April 2003

Wie eine Made im Speck sitzt diese Libellenlarve in der inzwischen stark veralgten Laichgallerte und frißt die frisch geschlüpften Froschlarven.
Die Algen bilden nach einigen Tagen die erste Nahrung für die Kaulquappen, die z.Z. nur Wasser aufnehmen und dadurch größer werden.
 

18. April 2003

Etwa 50% der Larven schwimmen frei im Wasser. Einige sind bereits auf dem Teichboden, manche am Teichrand und andere tummeln sich in einem überfluteten Teichrosen-Blatt.

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Grasfrosch-Männchen, Lautäußerungen - Videoclip *.avi.....


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