Grasfrosch-Journal 2005
Laichzeit für Grasfrösche
...
ACHTUNG! Alle einheimischen Amphibien stehen unter Naturschutz*).
Die Entnahme von Laich oder Kaulquappen aus jedem Gewässer zum Zwecke des 
Ansiedelns in einem anderen Gewässer ist nicht nur verboten, sondern in der Regel auch immer erfolglos. Wenn das Gewässer und die  Umgebung geeignet sind, finden sich Amphibien normalerweise bereits innerhalb eines Jahres von selbst ein.
Bis zum 13. März lagen auch tagsüber die Temperaturen nahe dem Nullpunkt. Nachtfrost und letzte Schneereste, sowie die zugefrorene Wasseroberfläche verhinderten den Abbau der Eisfreihaltung.
Erst am 14. März konnten die abgestorbernen Sumpfpflanzenreste des vergangenen Jahres abgeschnitten und entfernt werden. 
Frösche und Molche waren bis zum 16. März keine zu sehen.
Als sich die ersten Männchen zeigten, fiel sofort auf, daß sie, im Gegensatz zu anderen Jahren viel weniger gefärbt waren. Eine dunkle, blaugraue bis olivgraue Farbe herrschte vor.
In den frühen Morgenstunden des 29. März wurden die ersten 3 Laichballen abgesetzt.. Wie üblich setzte sich dann das Laichen den ganzen Tag und die nächste Nacht wieder fort.
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.....Datum    Temperatur    Anzahl Frösche        Frühjahr  2005
Datum
Luft °C
Wasser
Anzahl
Bemerkungen
15.März
9,8..10,2
6,0
0
Sonnig, letzte Eisreste auf dem Teich
16.März
10,2..14,4
8,2
7
ab 22.00 Uhr Regen
17.März
11,8..13,8
8,2
24
Die Zählung erfolgt immer nach 22.00 Uhr
18.März
8,8..11,9
8,4
26
Regen, Frösche über den ganzenTeich verteilt.
19.März
5,0..8,8
5,8
18
1 Molch (bedeckt)
20.März
0,2..10,6
3,2
13
davon 1 Paar (wolkenlos)
21.März
0,4..12,9
4,9
21
2 Molche
22.März
2,6..11,9
6,9
25
..
23.März
6,2..14,8
6,9
44
davon 2 klammernde Pärchen
24.März
11,8..13,4
8,4
35
davon 1 Paar. Tagsüber lebhaftes Rufen
25.März
9,1..12,9
8,0
39
davon 2 Pärchen, keine Aktivitäten
26.März
9,9..14,5
8,2
31
davon 4 Pärchen, keine Aktivitäten
27.März
10,8..14,2
8,2
31
davon 4 Pärchen, vereinzelte Balzrufe 
28.März
10,2..14,6
8,4
45
lebhafte Aktivität, Balzrufe, sehr scheu, leichter Regen
29.März 7,9..10,1
7,2
über 55 Morgens 3 Laichballen und lebhaftes Balzen 
den ganzen Tag über.  Abends 9 Laichballen
30.März
8,2..14,9
7,8
über 65
Den ganzen Tag über lebhafte Aktivitäten
Insgesamt  12 Laichballen
31.März
0,7..14,2
6,9
51
Noch aktives Treiben und lebhafte Balzrufe.
Insgesamt 14 Laichballen.
01. Apr.
5,2..18,2
7,2
50
Die Aktivität hat etwas nachgelassen
02. Apr. 1,8..18,8 7,4 37
Ende der Balz
03. Apr.
6,1..17,5
7,9
25
Die Frösche haben sich verteilt, trotzdem tagsüber noch lebhafte Balzrufe
04. Apr.
6,0..21,1
10,1
?
starker Regen, Frösche haben sich verteilt.
05. Apr.
6,0..15,0
8,2
?
Molche fressen einzelne Eier.
06. Apr.
2,8..13,9
7,9
21
Vorwiegend junge Männchen. Regen
07. Apr.
7,0..13,2
7,7
--
die Eier haben sich zu etwa 3 mm langen Larven entwickelt
08. Apr.
6,0..11,2
7,6
12
nur junge Männchen über den gesamten Teich verteilt.
09. Apr
5,0..10,2
6,2
--
die meisten Larven sind aus den Eiern geschlüpft
10. Apr.
5,1..12,8
6,2
10
Nur junge Männchen über den ganzen Teich verteilt.
11. Apr.
5,9..19,1
10,1
24
um 23.30 Uhr noch 10,4°C Lufttemperatur
12. Apr. 5,8..17,1
9,6
13
Die Larven entwickeln sich gut bis auf eine Ausnahme
siehe Foto
13. Apr.
9,0..17,1
10,1
31
Die meisten Frösche am Teichrand bei leichtem Regen
14. Apr.
10,2..17,8
11,2
21
..
15. Apr.
9,0..22,0
12,1
29
Die Kaulquappen fangen an sich zu verteilen
16. Apr.
9,0..21,8
12,9
28
Die nicht entwickelten Eier sind verpilzt.
17.Apr.
9,1..18,9
12,4
30
Die  Kaulquappen haben sich noch nicht alle verteilt.
18.Apr. 9,5..14,9 12,2 22 Die meisten Frösche sitzen bei leichtem Regen an Land.
Die Kaulquappen haben sich alle verteilt, etliche sind in tiefere Zonen abgetaucht.  Ende der Beobachtung
...
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30. März

Sobald das erste Weibchen seinen Laich ausgestoßen hat kommt es oftmals zu einem explosionsartigen Laichen aller Weibchen

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01. April

In diesem Jahr fällt es auf, daß  die Frösche nicht so farbig sind wie in den anderen Jahren.
Möglicherweise hat die ungewöhnlich lange anhaltende Kälteperiode bis Mitte März einen Einfluß darauf gehabt.
 

 

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03. April

Auch ein alter Bekannter,
Rana kl. esculenta aus den vergangenen Jahren hat sich wieder eingefunden und am Nachmittag seinen Stammplatz auf der anderen Seite des Teiches in der Sonne eingenom- men. Normalerweise ist dieses, relativ kleine Teichfoschweib- chen immer erst erschienen, wenn die Grasfrösche bereits wieder verschwunden waren.

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09. April

Die etwa 6 mm langen Larven sind bei intensiver Sonnen- einstrahlung innerhalb von nur zwei Stunden aus ihren Eiern geschlüft und haben sich in der Mitte des Laichballens (hori- zontal wie vertikal) zusammen- gedrängt. Die Struktur der leeren Eier hat sich dabei fast völlig aufgelöst. Übrig geblieben ist eine formlose, von Algen durchsetzte Gallertmasse.

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11. April

Obwohl kaum größer als 7 mm haben sich alle Larven - viel früher als in anderen Jahren - auf den Gallertmassen zusammengeschart. 

Dies ist eine Blitzlichtaufnahme, deshalb die Lichtreflexe in den Augen des Frosches
 

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13. April
Die Larven entwickeln sich sehr gut bis auf die, in zwei kleineren hellgrünen Laichballen, in denen die Eier noch keinerlei Fort- schritte gemacht haben und in denen noch keine Embryos zu sehen sind. 
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