Grasfrosch-Journal 2001
Frühjahrstemperaturen und Frösche.
Nach etlichen, relativ kalten Tagen mit zugefrorener Wasseroberfläche ist die Lufttemperatur und damit auch die Wassertemperatur innerhalb von zwei Tagen sehr schnell angestiegen. Deshalb waren die ersten Grasfrösche auch drei Tage früher als im vorigen Jahr zu sehen. Wenn man davon ausgeht, daß in diesem Jahr etwa die gleiche Anzahl von adulten Fröschen den Teich aufsuchen wird, so sind bereits zehn Tage früher als im vorigen Jahr mehr als die Hälfte von ihnen  zu beobachten. Doch wie immer sind am Anfang der Laichphase tagsüber kaum Frösche zu beobachten. 
Gezählt werden sie jeweils zwischen 23.°° und 24.°° Uhr. Männchen und Weibchen lassen sich bei dem Taschenlampenlicht nicht eindeutig unterscheiden. 
Die Anzahl der gezählten Frösche  sagt zumindest in der Anfangsphase nichts über die tatsächlich vorhandenen Männchen und evtl. auch Weibchen aus, denn etliche kommen - vor allem bei kühlem Wetter - nur zeitweise an die Wasseroberfläche. Obendrein sind sie sehr scheu und tauchen sofort ab, wenn sie die Erschütterung von Schritten spüren.
Der Kälteeinbruch Anfang der zweiten Monatshälfte ließ die Wassertemperatur auch in den tieferen Regionen weit unter 5°C absinken. Die Frösche sind trotzdem nicht in die Winterstarre zurückgefallen.
Erst ab ca. dem 28. März erwärmte sich mit den höheren Lufttemperaturen auch das Wasser langsam und die zweifellos vorhandenen Frösche tauchten öfter auf.
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       Datum       Temperatur  Anzahl Frösche    Frühjahr 2001
Datum
Luft°C
Wasser°C
Anz.
                     Bemerkungen
10. März
  6,5...  9,0
7,5
2
Wassertemperaturen an der Oberfläche
11. März
 8,5...12,0
8,5
12
Einige hüpfen bei Regen an Land herum.
12. März 3,0...11,5 7,5 4 Sternenklare, kalte Nacht 
13. März 4,5...9,5 6,5 6 April-Wetter
14. März 5,5...9,5 6,0 6  
15. März 4,5...10,0 6,0 8  
16. März 2,2...9,3 5,5 12      Bis heute noch kein Gurren zu hören
17. März 1,0...6,0 4,5 3 Schnee und Schneeregen
18. März 3,3...4,5 4,0 9 Kalt und Regen, kälter als voriges Jahr.
19. März 0,2...2,5 2,0 1 Dünne Eisdecke auf dem Teich.
20. März -1,2...6,3 2,0 0 Da friert selbst Froschliebe ein.
21. März -2,6...4,6 2,9 0 Leichter Schneefall.
22. März 1,4...2,3 2,8 0 Wasser in 1.5 m Tiefe = 3,1°C
23. März 1,8...5,1 3,2 11 davon 1 klammerndes Paar / Nieselregen
24. März 2,3...5,4 3,2 3 alle 3 untergetaucht / bewölkt und  trocken
25. März 2,0...5,1 3,1 0 bewölkt und trocken
26. März 1,4...8,2 3,2 1 1 Frosch untergetaucht / klar und kalt
27. März -1,8...6,9 3,2 4 untergetaucht / klar und kalt
28. März -0,6...6,3 3,3 9 Regen und Wind
29. März 4,8...9,8 5,1 8 erstes Gurren, 12 Tage später als 2000
30. März 4,5...10,8 5,8 6 davon 1 klammerndes Paar 
31. März 4,2...13,6 7,3 16 davon 2 klammernde Paare, lebhaftes Gurren
01. April 8,4...17,2 9,3 16 davon 4 Paare, (2 an Land, s. Bild unten)
02. April 8,3...21,2 11,3 20 davon 2 Paare - Laichbeginn - 4 Laichballen
03. April 7,1...15,0 10,1 23 7 Laichballen
04. April 6,2...17,8 8,2 23 8 mittelgroße Laichballen.  Weibchen oder Paare sind nicht auszumachen. Die Männchen sind immer noch sehr aktiv und gurren auch tagsüber. 
05. April 5,8...13,0 8,3 ? Die Laichphase scheint abgeschlossen zu sein. Die Männchen haben das Gurren eingestellt, einige sitzen noch in der Nähe des Laiches.
06. April 6,2...13,1 9,8 ? Einzelne Männchen sitzen noch beim Laich, die anderen haben sich über den ganzen Teich verteilt
11. April 6,8...11,5 10,1 0 Die Embryoshaben eine Länge von 5...8 mm erreicht.
16. April 1,3...6,8 5,9 0
Fast alle Kaulquappen sind geschlüpft. Sie sitzen dicht gedrängt auf den Gallertballen (s.Foto unten).
20. April
3,5...12,0
7,2
0
Ein Pärchen Stadtenten (Mischlinge) hat einen Teil der Gallertmasse mitsamt den Kaulquappen aufgefressen
23. April
5,3...16,2
8,3
0
Dasselbe Pärchen hat nochmal zugeschlagen
27. April 
6,2...15,8
9,2
0
Alle Kaulquappen, die noch am Boden lagen wurden aufgefressen. Es sind nur noch weniger als  1/4 aller Kaulquappen übriggeblieben
01. Mai  10,0...19,2 12,2 0
Der Rest der Kaulquappen hat sich über den ganzen Teich verteilt.
yyyyyy
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Heute am 31. März bei Sonnenschein und 13°C zeigen sich in diesem Jahr zum erstenmal die Grasfrösche auch am Tag. Dieses ausgesprochen farbige Exemplar läßt wohlig die Sonne auf seinen Rücken scheinen und zeigt wenig Scheu.

 
 
 

 


 
1. April, aber das ist kein Aprilscherz!  Diese beiden haben sich wohl im Medium geirrt? Oder sie hatten wohl schlicht und einfach Hunger, nach der langen Kälteperiode und gingen deshalb zu zweit auf Insektenjagd. 
Im Gegensatz zu den aus Russland eingebürgerten See-Fröschen 
Rana ridibunda
können Grasfrösche im Wasser nicht jagen. 
 
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2. April gegen 13.00 Uhr wurde der erste Laich im
flachen Wasser abgesetzt.
Es waren ständig zwischen 10 und 13 Männchen zu sehen, die lebhaft gurrten, sich gegenseitig bespran- gen und wie wild um und auf dem Laichballen 
herumturnten.
Weibchen oder Paare waren dagegen keine zu sehen. 


 

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5. April

Und nach der Pflicht, 
jetzt die Kür am Reck


 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
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17. April

Trotz der anhaltend relativ tiefen Temperaturen, sind fast alle Kaulquappen 
12 Tage nach der Eiablage geschlüpft, halten sich aber dicht aneinander gedrängt auf den leeren Gallertballen (Foto unten) dicht unter der Wasser- oberfläche auf, gut geschützt gegen Freßfeinde von unten, die durch die dicke Gallert- masse nicht an die noch recht unbeweglichen  Larven herankommen können.

 
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