Gartenteich - Schädlinge?
Kleine Käfer und Raupen, die bei starker Vermehrung auch Schaden
anrichten können.
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Mit den sogenannten Schädlingen verhält es sich genauso wie mit einer Arznei: 
Die Menge bestimmt, ob sie schädlich oder nützlich ist. 

Jeder Gartenbesitzer freut sich über Schmetterlinge, aber welcher Blumenliebhaber gönnt den Raupen (das sind die Falter im Jugendstadium) auch ihre Nahrung?

Ein paar Seerosen-Blattkäfer auf einem großen See mit vielen Seerosen können kaum einen Schaden anrichten und dienen anderen Wasserbewohnern als Nahrung.. In einem winzigen Gartenteich mit einer Seerose oder einer Teichrose können die Nachkommen eines einzigen Käfers diese eine Pflanze erheblich schädigen.

Ein paar kleine, grüne Raupen auf einem großen See sind wilkommene Leckerbissen für Frösche und Vögel und werden den Wasser-Schwertlilien kaum Schaden zufügen. Fünf oder sechs davon auf einem sehr kleinen Gartenteich können diesen mit seinen abgenagten Blättern bald ziemlich unansehnlich machen.

Drei oder vier Marmorierte Zwergrüssler wird man in einem Weiderich-Blütenstand wahrscheinlich nicht einmal entdecken. Wenn es allerdings 20 oder 30 werden, wird man sich bestimmt über das krankhafte Aussehen der Blüten wundern und die Pflanze womöglich sogar ausreißen. 

Auch oberflächlich als schädlich eingestufte Lebewesen sind Teil eines Ökosystems und haben ihre Aufgaben darin zu erfüllen, auch wenn das meistens sehr schwer zu durchschauen ist. Es kommt auch nicht nur in unserer stark geschädigten Umwelt - wenn auch hier im verstärkten Maße -  immer wieder vor, daß sich irgend eine Art übermäßig stark vermehrt und vorübergehende Schäden verursacht. In einem funktionierenden Biotop wird es allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis das "Biologische Gleichgewicht" wieder hergestellt ist. 
Einen sehr kleinen Gartenteich inmitten eines, überwiegend mit Ziergewächsen bepflanzten, gepflegten Gartens, kann man schwerlich als ein, sich im absoluten Gleichgewicht befindliches Ökosystem bezeichnen. Sich stark vermehrende Schädlinge werden sich also mit Sicherheit irgendwann einmal einfinden und vielleicht kaum von selbst verschwinden.

Was kann man also gegen diese sogenannten Schädlinge tun? 

Man darf in keinem Fall mit der Giftkeule zuschlagen, denn die wirkt auf alle Lebewesen, nützliche oder schädliche und besonders verheerend auf die Wasserbewohner. Außerdem hat jeder Schädling auch einen Feind, der seine übermäßige Vermehrung weitgehend in Grenzen hält.

Wer seinen Teich liebt, wird ihn auch intensiv beobachten und sich schädlich verhaltende Insekten frühzeitig entdecken.
Je nach Art des Befalls empfiehlt sich dann statt der Giftspritze das mechanische Absammeln der Insekten, oder entfernen der befallenen Blätter samt Insekten. Man wird die Art dadurch nicht total ausrotten, kann aber sicher sein, daß sie in der nächsten Vegetationsperiode in wesentlich geringerer, vielleicht sogar absolut unbedeutender Anzahl auftreten wird.
 


 

Schädlinge
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