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Rund 1500 Arten dieser flügellosen Insekten sind bekannt. Sie
werden 16 Familien zugeordnet. Nur etwa 70 Arten kommen in Mitteleuropa
vor. Da sich diese Tiere vom Blut der Warmblütler ernähren und
die meisten Arten ganz bestimmte Tiere bevorzugen, haben sie auch Namen
wie Menschenflöhe, Hundeflöhe, Katzenflöhe, Kaninchenflöhe,
Rattenflöhe, Maulwurfsflöhe, Hühnerflöhe usw. erhalten.
Beim Befall der Wirtstiere handelt es sich aber keineswegs immer
nur um die Art mit dem entsprechenden Namen.
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Unsere Singvögel leiden während der Brutzeit
sehr unter Flöhen. Deshalb sollten im Oktober die Nistkästen
gründlich mit heißem Wasser oder
einem Hochdruckreiniger gereinigt werden.
Beim Entfernen der Nester sollte man achtgeben, dass
man sich nicht einen der oftmals sehr zahlreichen Flöhe einfängt,
sonst muss man einige Tage mit juckenden Stichen, der jetzt sehr hungrigen
Vogelflöhe rechnen. |
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| Jede auf einen Wirt spezialisierte Art kann sich über
einen gewissen Zeitraum auch vom Blut anderer Wirte ernähren.
Die Bindung der Flöhe zu ihren Wirten
scheint auch wesentlich geringer zu
sein als zu ihren Nestern. |
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Die Größe der verschiedenen rotbraunen bis tiefschwarzen
Arten schwankt zwischen
1 und 5,5 mm. Der abgeflachte Habitus (Körperform) ist bei
allen Arten sehr ähnlich und unterscheidet sich nur in wenigen arttypischen
Merkmalen, die auch zur Bestimmung unter dem Mikroskop herangezogen werden.
Der ganze Körper ist mit zum Teil recht kräftigen Haaren
und Borsten besetzt, die alle nach hinten ausgerichtet sind, wodurch eine
gute und sichere Bewegung im Fell oder Federkleid gewährleistet wird
Die Fortbewegung geschieht bei den meisten Arten springend. Die
Hinterbeine sind deshalb länger als die vorderen Extremitäten
und mit zusätzlichen Muskeln ausgestattet.
Obwohl den Flöhen allgemein sagenhafte, aber nie erreichbare
Sprungweiten von mehreren Metern angedichtet werden, sind Sprungweiten
bis zum 200fachen der Körperlänge (bis zu
60 cm) nachgewiesen worden.
Für gewöhnlich halten sich die Flöhe nur während
der Blutmahlzeiten auf ihren Wirten auf. Die übrige Zeit, wie
auch die Eiablage und der Aufwuchs der Larven sowie die Überwinterung
findet in den Nestern statt. Nur bei Wirtstieren, die keine Nester haben,
wie z.B. die Fledermäuse, halten sich die Flöhe ständig
im Fell ihrer Wirte auf. Bei Affen und Huftieren, die ebenfalls keine Nester
besitzen, sind Flöhe selten oder fehlen teilweise ganz.
Der Menschfloh (Nest gleich Wohnung) ist vermutlich bereits
ausgestorben, da die früher benutzten Ritzen in Fußböden
und Wänden in modernen Wohnungen nicht mehr vorhanden sind und
der häufige Gebrauch von Staubsaugern eine Vermehrung völlig
verhindert.
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Die wichtigsten Bestimmungs- merkmale bei Flöhen sind die nach
hinten gerichteten Zahnkämme (Ctenidien), die bei jeder Art unterschiedlich
in der Anzahl sind.
Der direkt über dem Auge liegende Fühler ist bei den verschiedenen
Arten unterschiedlich geformt.
Wenn Augen vorhanden sind, sind es lediglich Punktaugen, die vermutlich
nur eine Hell-Dunkel-Unter- scheidung möglich machen.
Einige Arten besitzen gar keine Augen. |
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Teile der bei Insekten üblichen, sehr komplexen Mundwerkzeuge
(z.B. Ober- und Unterlippe und Oberkiefer) sind beim Floh in stechend-saugende,
viergliedrige Stechborsten umgewandelt.
Ein anderes Mundwerkzeug (Kiefertaster) bildet eine Rüssel-
scheide (rechtes Bild, links unscharf) die als Schutzfutteral für
die Stechborsten bei Nichtgebrauch verwendet wird. |
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Bei den abgebildeten Flöhen handelt es sich vermutlich
um Ceratophyllus gallinae. |
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