Netzflügler, Neuroptera - Florfliegen, Goldaugen, Chrysopidae
Nutzinsekten und erfolgreiche Blattlausjäger
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Netzflügler, Neuroptera
Von den weltweit 5500 bekannten Arten kommen nur etwa 120  in Mitteleuropa vor. 
Die bekanntesten sind die Florfliegen, Chrysopidae, von denen einige Arten  sogar oft in Gärten und Parks zu finden sind.
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Florfliegen, Goldaugen, Chrysopidae
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Chrysoperla carnea

ist wohl die am häufigsten bei uns vorkommende Florfliege.
Sie wird etwas über  1 cm lang. Die Flügel haben eine Spannweite von ca. 3 cm.

Im Frühjahr und Sommer ist sie hellgrün und wird im Herbst rötlich.
Zum Überwintern suchen die adulten Florfliegen  gern Schutz in Schuppen, Dach- böden und anderen ungeheizten Räumen in Häusern.

Während viele Arten der Florfliegen nachtaktiv sind, sieht  man Chrysoperla carnea  auch tagsüber in Gärten und Parks. 
Ihr Flugvermögen ist nicht sehr gut. Trotzdem können sie große Entfernungen zurücklegen  auf der Suche nach Blattlauskolonien, Spinnmilben und anderen weichhäutigen Insekten, Larven und Eiern..

Die Larven nahezu aller Florfliegen ernähren sich räuberisch. Einige Imagines saugen Blütensaft, andere ernähren sich vorwiegend von Insekten.


So fressen z.B.  nicht nur die Larven von Chrysoperla carnea Schadinsekten sondern auch die Imagines, die vor allem Blattläuse fressen bzw. mit ihren kräftigen Kiefern festhalten und aussaugen

Deshalb bekommt diese Art schon  seit einigen Jahrzehnten immer größere Bedeutung in der Biologischen Schädlingsbe- kämpfung.

Große Individuenzahlen werden gezüchtet und die Larven dann in Gewächshäusern und  Freilandpflanzungen gegen verschiedene Schadinsekten eingesetzt.

Im Freiland entwickeln sich unter günstigen Wetterbedingungen zwei Generationen im Jahr.
Eine Larve frißt während ihrer Entwicklung über 400 Blattläuse oder einige hundert Eier des Kartoffelkäfers, oder der Kohleule.

Somit zählen  Florfliegen zu den erfolgreichsten und nützlichsten Insekten im Kampf gegen viele Schadinsekten.

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Warum die Florfliegen auch Goldaugen genannt werden, macht diese Nahaufnahme der schillernden Komplexaugen deutlich. 
Die zwei Paar Flügel sind durch zahlreiche Netz- adern durchzogen und werden in Ruhestellung dachartig über dem Abdomen zusammenglegt. 


 
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