Ohrwürmer, Dermaptera
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Über 1300 bekannte Arten gibt es weltweit, davon kommen lediglich 7 in Mitteleuropa vor. 
Die anderen leben vorwiegend in wärmeren Ländern. Sie ernähren sich von Pflanzen- resten aber teilweise leben sie auch räuberisch von Pflanzen- schädlingen, weshalb sie von Biogärtnern besonders geschätzt werden. 
(s. Nisthilfen)
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Ohrwürmer erhielten ihren seltsamen Namen,  weil man früher glaubte, dass sie in Ohren Unterschlupf suchen.
Da Ohrwürmer nachtaktiv sind, suchen sie tagsüber Schutz in dunklen Verstecken.
Die Ohren eines am Boden schlafenden Menschen wären rein theoretisch wohl dazu  geeignet, praktisch ist das jedoch recht unwahrscheinlich. 

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Ohrwürmer können bis zu 
7 Jahre alt werden.

Bei manchen Arten sind die Flügel total zurückgebildet, bei anderen sind die Vorderflügel stark verkürzt und bedecken die relativ großen Hinterflügel. Nur einige Arten sind flugfähig.
 
 
 
 
 

Augen können vorhanden sein oder auch fehlen.

Wenn Facettenaugen (Kopf) vorhanden sind, dann sind sie gut entwickelt. 
Ocellen (Kopf) (Punktaugen) sind nie vorhanden.

 

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Die Antennen sind in der 
Regel fadenförmig mit über 
14 Gliedern, was bei diesem Exemplar (Bild rechts) allerdings noch nicht der Fall ist. 
Es ist vermutlich noch eine Larve.
 
 
 
 
 
 
 

Die kräftigen Zangen (Cerci)  (Bild unten) am Hinterleib dienen zur Abwehr und zum Festhalten der Beute. 
Mit ihnen wird auch die Nahrung zu den kauenden Mundwerkzeugen geführt.
Von fliegenden Arten werden sie zu Entfaltung der Hinter- flügel genutzt, aber auch bei 
der Paarung spielen Sie eine Rolle.


Etliche Arten zeigen dabei ein gewisses Balzverhalten. Weit verbreitet ist bei vielen Arten auch eine Brutfürsorge. Die Eier werden in einer selbst gebauten Höhlung betreut und manche Arten versorgen sogar ihre Larven mit Nahrung. 
Die Larven durchlaufen 4 manche auch 5 Stadien bis zum Imago (Entwicklung). Die Verwandlung ist unvollständig, Hemimetabolie.



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