Zünsler, Familie Pyralidae
Klasse Kerbtiere, Insecta  - Ordnung Schmetterlinge, Lepidoptera
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Weltweit sind ca. 10 000 Arten dieser kleinen bis mittelgroßen Schmetterlinge bekannt. In Mitteleuropa leben nur rund 300 Arten, die meistens nachts oder in der Dämmerung fliegen. Viele sind auf spezielle Futterpflanzen angewiesen, einige werden sogar zu Schädlingen, wenn sie in großen Massen auftreten. Die Mehrzal ist recht unauffällig gefärbt, doch manche haben eine interessante Zeichnung wie z.B. dieser Eurrhypara hortulata. Die Larven bevorzugen  Brennesseln als Futterpflanzen.  Die Falter nehmen möglicherweise keine Nahrung mehr zu sich.
Die sich sehr ähnlich sehenden Wiesen-, Silber- und anderen Zünsler der Gattung Agriphilas kann man in Wiesen, Gärten, Parks und an Waldrändern sehen. 
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Eurrhypara hortulata
Nachtaktive Schmetterlinge findet man tags- über oft in Wohnräumen an Fenstern. Solange man sie nicht berührt, bleiben sie still sitzen.
So kann man sie von oben, aber auch von unten betrachten, was bei lebenden Tagschmetter- lingen  kaum  einmal möglich ist.
Normalerweise strecken Schmetterlinge ihre Fühler nach vorn aus.
Dieser Zünsler hat aber in Ruhestellung seine Fadenfühler nach hinten geklappt.
Die Fühler dienen bei Schmetterlingen als Geruchsorgane. Die Männchen können damit Weibchen in einigen Kilometern Entfernung aufspüren.
Bei vielen nachtaktiven Schmetterlingen sind die Mundwerkzeuge, wie hier der Saugrüssel, zurückgebildet, sodass der Schmetterling keine Nahrung mehr aufnehmen kann.
Der Körper und die Flügelansätze sind bei vielen Arten dicht mit Haaren besetzt, sodass der Schmetterling vom Wasser nicht benetzt wird.
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An den hinteren Flügelrändern sind die Schuppen stark verlängert, was man mit einer guten Lupe sehr gut sehen kann.
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Agriphilas sp. 
Nicht viel länger als 10 mm sind etliche Arten der Gattung Agriphilas, wie dieser links und unten abgebildete Zünsler. Speziell diese Art hält sich anscheinend gern in der Nähe von Gewässern auf und schläft tagsüber, mit dem Kopf nach unten hängend an Seggen- und Schilfstängeln. Seine Flügel klappt er dabei immer dachzeltartig zusammen.

Auch bei ihm sind die Flügel dicht mit Haaren besetzt. Ebenso sind die Schuppen an den Flügelrändern (Bild links unten) stark verlängert, was jedoch bei dieser Art, wegen ihrer Kleinheit mit einer Lupe nur schwer zu erkennen ist. Die sonst bei vielen 

Nachtschmetterlingen völlig zurückgebil- deten Mundwerk- zeuge sind bei dieser Gattung vermutlich noch vorhanden. Sie sind stark behaart und werden jedenfalls oft bewegt. 

Mehr über Schmetterlingsflügel und Schuppen erfährst Du hier
Schmetterlingsflügel und Schuppen


 
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