Schnecken im Garten
Gehäuseschnecken, Helicinae

Die bekanntesten und am besten untersuchten Gehäuseschnecken sind die Weinbergschnecken 
Helix pomortia. Nachdem diese Schnecken in Weinbergen erheblichen Schaden angerichtet haben und gleichzeitig von Feinschmeckern bis heute sehr geschätzt werden, sind sie in Weinbergen sehr erfolgreich ausgerottet worden. Heute kann man sie nur noch vereinzelt in Gärten und Parks finden. Umfangreiche Ausführungen über diese interessanten Weinbergschnecken und die für fast alle einheimischen
Gehäuseschnecken zutreffende Biologie wurden in der sehr informativen und unbedingt empfehlenswerten  Präsentation  von Peter Leonhardt veröffentlicht.: 
Die faszinierende Welt der Weinbergschnecke, 

Hain-Schnirkelschnecke, Capaea nemoralis

Viel häufiger  in Gärten,  Parks und Naturlandschaften  findet man aus derselben  Unterfamilie der Helicinae zwei Arten von Schnirkelschnecken, die wegen ihrer Vorliebe für saftig, grüne Pflanzen bei Hobbygärtnern gar nicht sehr beliebt sind. Es sind die, derselben Gattung Cepaea angehörigen Schnirkelschnecken Cepaea nemoralis und Cepaea hortensis,  die Hain-Schnirkelschnecke und die Garten-Schnirkelschnecke. 
 

Bei den aus dem Kopf herausragenden langen, fühlerähnlichen Auswüchsen, handelt es sich um Augen an langen Stielen, die sich komplett einziehen lassen, so dass sie nicht mehr sichtbar sind. 
Mit diesen Augen können Schnecken sehr gut Bewegungen und Veränderungen sehen und bei der geringsten Störung unglaublich schnell reagieren und sich blitzschnell total ins Gehäuse zurückziehen.

 

Cepaea nemoralis und Cepaea hortensis kommen beide in sehr ähnlichen und unterschiedlichen Farbvarianten vor. Nur die Mündung ist bei beiden Arten unterschiedlich. Bei der Hain-Schnirkelschnecke ist sie dunkel (s. Foto links), bei der Garten-Schnirkelschnecke hell.
Doch wie sehr oft  sind auch hier die deutschen Bezeichnungen nicht wirklich zutreffend für die Eigenschaften oder Verhaltensweisen von bestimmten Arten. So wird die Hain-Schnirkelschnecke viel häufiger in Gärten  angetroffen, als die verhälnismäßig seltenere Garten-Schnirkelschnecke.
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Wussten Sie, dass Sie dank einer kleinen Schnecke in Gärten, Parks oder in Hecken Evolution entdecken können?

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Nacktschnecken

Die am meisten von jedem Gartenbesitzer gefürchteten Schnecken sind die Nacktschnecken, die Ihren Namen bekamen, weil sie kein Gehäuse tragen. Die bekanntesten und am häufigsten vorkommende ist die 

Rote Wegschnecke, Arion rufus, die rot, braun, schwarz und manchmal sogar weiß gefärbt sein kann.
Wegschnecken ernähren sich vorwiegend von frischen Pflanzen und Früchten und können bei massenhaftem Auftreten beträchtliche Schäden an Zier- und Nutzpflanzen anrichten. 
 

Rote Wegschnecke, Arion rufus
links Egelschnecke -  rechts Rote Wegschnecke
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Große Egelschnecke, Großes Schnegel, Tigerschnegel, Limax maximus

sie ist eine in Gärten nur relativ selten vorkommende, aber die schönste einheimische  Nacktschnecke.
Was leider nur wenige Gartenbesitzer wissen ist, dass Egelschnecken sehr nützlich sind, denn neben Pilzen und Aas fressen sie mit Vorliebe andere Nacktschnecken, z.B. auch die gefürchteten Wegschnecken.
Egelschnecken werden bis zu drei Jahre alt. Rund 200 glasklare Eier legen sie im Herbst ab.
 

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