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Ende April 2004 belagerten leider noch mehr Feldsperlings-Pärchen
als in den vergangenen Jahren den Garten und lauerten am Teichrand auf
die frisch schlüpfenden Adonislibellen, um sie für ihre Jungen
zu ernten. Sie stürzten sich immer wieder zwischen die noch
recht schütteren Seggen und Binsenstengel und flogen jedesmal mit
einem libellenähnlichen Insekt davon, oder fingen geschickt im Fluge
eine recht unbeholfen aufflatternde, sehr zarte Libelle.
Trotz intensivster Suche mit einem Spektiv konnte ich jedoch keine
Adonis-Libelle beim Schlüpfen beobachten noch eine Exuvie finden.
Erst als sich eines dieser blassen Tiere auf der Brille meiner Frau
niederließ, zweifelte ich, ob es sich hier um eine
Pyrrhosoma
nymphula handeln könnte. Die Frühe Adonislibelle
besitzt einen wesentlich kräftigeren Hinterleib und ist bereits kurz
nach dem Schlüpfen viel kräftiger gefärbt. Eine gewisse
Ähnlichkeit war mit der Späten Adonislibelle Ceriagrion
tenellum zu erkennen, die jedoch sehr selten ist, ausserdem rote
Beine hat und vor allem erst 2 bis 3 Monate später schlüpft |
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Laut Angabe von Bellman gibt, oder gab es bis in die 90-iger
Jahre die Rote Federlibelle nicht in Mitteleuropa, sondern vorwiegend
an Fließgewässern im westlichen Mittelmeergebiet.
Die Rote Federlibelle ist aber angeblich leicht an der orangeroten
Färbung des Hinterleibs zu erkennen.
Die Beine, bei der Adonislibelle einfarbig schwarz, sind bei
dieser Libelle, sowie bei Platycnemis acutipennis hell. |
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Der Thorax ist kurz, blaugrün und schwarz.
Die Flügel sind im Verhältnis zum Hinterleib viel kürzer
als bei Pyrrhosoma nymphula
Der Kopft ist klein und die Augen sind viel größer als bei
der Frühen Adonislibelle und seidenmatt. Sie stehen seitlich
stark ab und sind auffällig kugelförmig. Sie sind auf der
Oberseite braun und auf der Unterseite grün. Ein scharfer gelber
Streifen in etwa der Mitte der Augen trennt die beiden Farben. |
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| Sicher kann man das nur behaupten, wenn man auch eine, der sich sehr
ähnlich sehenden Libellen schlüpfen sehen würde. |
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| Es ist mir leider nicht gelungen eine Rote Federlibelle
beim Schlüpfen zu beobachten, obwohl immer wieder, offensichtlich
frisch geschlüpfte Libellen vom Wasser aufstiegen und in den Bäumen
verschwanden. Erst als ich eine Stelle, aus der eine Libelle aufgestiegen
war, mit dem Spektiv längere Zeit genauer absuchte fand ich eine kleine
Exuvie, die von einer Roten Federlibelle, aber auch von einer Frühen
Adonilibelle stammen konnte. |
Eine riesige Fangmaske im Verhältnis
zum Kopf
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Drei Tage später konnte ich zwar nicht den Schlüpfvorgang
beobachten, doch ich fand eine frisch geschlüpfte Libelle über
ihrer Exuvie, und das bei ausgesprochen schlechtem Wetter.
Da bereits wieder ein Dutzend Sperlinge auf diese Beute warteten, wurde
sie mitsamt dem Seggenstengel ins Haus gebracht, wo sie sich sicher bis
zur Flugfähigkeit weiter entwickeln und ausfärben konnte. Das
Abdomen zeigt bei diesem, jetzt gut ausgefärbten Exemplar doch eine
große Ähnlichkeit mit dem eines Weibchens der Frühen
Adonislibelle. Aber es gab wieder einige gravierende Unterschiede. |
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Der Thorax z.B. ist blaugrün und schwarz, die Beine sind
hellgrau. Ganz besonders auffällig sind wieder die großen,
zweifarbigen, aber matten Kugelaugen
Auffällig ist ebenfalls die sehr starke Behaarung auf dem Thorax
und dem Abdomen, wie ich sie so stark bei Pyrrhosoma nymphula noch
nicht beobachtet habe |
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| Beide Augenhüllen der Larve sind vermutlich schon vor dem Schlüpfen
der Libelle gerissen, obwohl sie viel größer sind als bei anderen
Libellenlarven, bei einem relativ kleinen Kopf. |
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