Libellenlarve, Frühstadium einer Großlibellenlarve
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Man muß schon sehr genau hinsehen, wenn man so ein knapp 5 mm langes, aber sehr auffällig gezeichnete Tierchen in einem Teich finden will.
Auf diesem Foto ist es bereits ca. 6-fach vergrößert. Doch wenn man nicht weiß, was es ist,  ist es immer noch kaum möglich, zu erkennen um was es sich hier handelt. Obendrein bleibt es keine 10 Sekunden still sitzen und schwimmt mit unglaublich hoher Geschwindigkeit, stoßweise wie eine Rakete im freien Wasser davon. 
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Schon einige Male habe ich im Herbst so eine Larve gesehen, doch war es mir nie möglich, sie zu fotografieren, oder sie zu fangen und mit einer Lupe, oder später unter dem Stereoskop genauer anzu- sehen. Doch diesmal klappte es.

In einer großen Petrischale war, wenn das Tierchen einen Moment still sitzen blieb, bereits bei zehnfacher Vergrößerung zu erkennen, dass es sich nur um die Larve eines Wasserkäfers oder eines Wasserinsekts handeln konnte.

Bei schrittweiser, weiterer Vergrößerung trat eine gewisse  Ähnlichkeit mit Larven von Großlibellen immer deutlicher hervor. 

Besonders eigenartig war jedoch das hell gefärbte 6. und 7. Segment aber auch der eingeschnürte und fast durchsichtige Thorax. 

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Hinterleib (Abdomen) mit 9 Segmenten
fast durchsichtige Brust (Thorax)
Cerci am Thoraxende und Lateraldorne
Kopf
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Zu den Fangmasken von Großlibellenlarven
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Eines der wichtigsten Bestimmungsmerkmale für Libellenlarven, nämlich die Freßwerkzeuge, war leider bei einer Betrachtung im Wasser von oben nicht möglich. Deshalb wurde die Petrischale auf einen Spiegel gestellt und das Spiegelbild der Larve  schräg mit einer Lupe betrachtet. Dabei konnte deutlich die Fangmaske erkannt werden, wie sie bei allen Großlibellenlarven vorhanden ist.
Da in meinem Teich in den vergangenen Jahren fast immer einige Vierflecklibellen geschlüpft sind, könnte es sich bei diesem Exemplar möglicherweise um das erste oder zweite Stadium einer Vierflecklibelle handeln
 
Mouseover - Spiegelbild  der Fangmaske 
...Libellenlarve Aeshna sp.
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Dieselbe Larve 8 Monate später. Sie ist jetzt ca. 25  mm lang. Die prägnante Zeichnung hell-dunkel ist kaum mehr zu erkennen und einem Schuppenmuster gewichen. Leider lässt sich die Art immer noch nicht bestimmen, da weder der Habitus noch die entscheidenden speziellen Merkmale genügend ausgebildet sind. 
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Libellen
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