Ende September/Oktober sollten alle Teichmolchlarven ihre Kiemen
verloren haben und an Land gegangen sein. Nun jagen die 3 bis 5 cm
langen Tierchen am Teichrand und in der näheren Umgebung kleine Insekten.
Molche sind wechselwarme Tiere, d.h. je wärmer es ist, desto
schneller können sie sich bewegen. An sehr warmen, sonnigen Tagen,
wenn sie sich für einige Zeit im Sonnenschein aufgewärmt haben,
können sie durchaus so schnell laufen wie Eidechsen.
Den Winter verbringen Teichmolche in frostfreien Verstecken, manchmal
tief eingegraben und meist in der Nähe des Teiches. Beobachtet habe
ich jedoch auch, dass einige adulte wie auch junge Tiere im Mulm am Grunde
des Teiches überwintern. Das stimmt auch mit Beobachtungen verschiedener
Biologen überein. (GAYDA1940,
O.E.STRECK 1953, GLAND 1980).
Larven die sich bis zum Winteranfang nicht verwandelt haben, müssen
in jedem Falle im Teich überwintern. Mehrfach wurde auch schon von
neotenischen Teichmolchen berichtet, also von Molchen, die ihre Kiemen
nicht abgeworfen haben und deshalb das Wasser auch nicht verlassen. Im
Gegensatz zu dem in Mexiko vorkommende Axolotl, bei dem dies der Normalzustand
ist, kommt das bei Teichmolchen doch recht selten vor.
Fast alle Molcharten sind erst nach zwei bis drei Jahren ausgewachsen
und fortpflanzungsfähig. Die Länge von erwachsenen Teichmolchen
schwankt je nach Verbreitungsgebiet zwischen 60 und 110 mm.
Die Lebenserwartung von Teichmolchen kann bis zu 20 Jahre betragen,
SCHREIBER (1912), FREITAG (1954).
Die Lebenserwartungen von Berg- und Kamm-Molchen in Gefangenschaft
wurden veröffentlicht.
Bergmolche wurden bei BERGMANS & ZUIDERWIJK (1986) in Gefangenschaft
15 Jahre alt.
Bei HEMPEL & SCHIEMETZ (1975) wurden sie 32 Jahre alt.
Kammolche wurden bei BERGMANS & ZUIDERWIJK (1986) 28 Jahre alt.
(Quelle: Rainer Günther) |