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Namen
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Der in Deutschland verbreitetste und treffendste Name ist Teichmolch.
Er
wird aber auch Gartenmolch, Wassermolch, Streifenmolch, Gefleckter Molch,
Ledermolch, und Kleiner Wassersalamander genannt.
Der wissenschaftliche Name Triturus kommt von Triton
- griech. - Sohn des Meeresgottes
Poseidon und vulgaris - lat. - gemein, gewöhnlich.
Färbung und Geschlechtsunterschiede
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Während sich Männchen, Weibchen und Jungtiere während
des Landaufenthaltes nur gering voneinander unterscheiden, machen die Männchen
während des Wasseraufenthaltes zur Paarungzeit eine beträchtliche
Wandlung in ihrem Aussehen durch. Es entwickelt sich ein hoher zackiger,
oder gewellter Rückenkamm, der hinter dem Nacken beginnt und bis zur
Schwanzspitze reicht. Auf der Unterseite des Schwanzes bildet sich ein
breiter, oft orange gefärbter Hautsaum.
Beobachtet wurde, daß die Ausbildung des Kammes mit der Tiefe
des Leichgewässers im Zusammenhang steht. Je tiefer das Laichgewässer,
desto höher der Kamm (FELDMANN et al. 1981)
Die während des Landaufenthaltes hellgelbe bis hellbraune Hautfarbe
wird während der Paarungszeit dunkler mit rundlichen schwarzen Flecken. |
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Vorkommen, Lebensraum, Wanderverhalten, Überwinterung
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Der Teichmolch ist in ganz Mitteleuropa anzutreffen. Er nimmt ausnahmslos
alle Gewässer als Laichgewässer an. Bevorzugt werden jedoch vegetationsreiche,
sonnige kleine Teiche, Tümpel und Weiher mit pH-Werten zwischen
6 und 8.
Im Gegensatz zu vielen veröffentlichten Beobachtungen, daß
sich Teichmolche vorwiegend an flachen Stellen aufhalten, stelle
ich seit Jahren fest, daß sie in meinem Teich lediglich in den späten
Nachmittagsstunden, an sonnigen Tagen, für wenige Augenblicke die
flachen Randzonen aufsuchen und sich ansonsten permanent unterhalb von
1 m aufhalten.
Die Frühjahrswanderung zu den Laichgewässern findet normalerweise
zwischen Februar und April statt. Es wurden jedoch bei Temperaturen
über 5° C auch schon frühere Wanderungen ab Januar und bei
ungünstigen Temperaturen bis Ende Mai beobachtet.
Die Balz beginnt, wenn die Wassertemperaturen deutlich über
5°C gestiegen sind und endet normalerweise im Juni. Gleich danach verlassen
die Männchen wieder das Wasser. Die Weibchen folgen einige Tage danach,
wenn sie ihre Eier abgelegt haben. Bei ungünstigen Temperaturen können
sich diese Wanderungen von den Laichgewässern weg auch verzögern.
Wenn adulte Molche ihre Laichplätze verlassen haben, verstecken
sie sich tagsüber unter allem, was einen ausreichenden Schutz bietet.
Aktiv werden sie dann in der ersten Nachthälfte, zwischen 23.00 und
3.00 Uhr.
Ab Ende November wandern einige Tiere wieder zum Laichgewässer
zurück, um darin zu überwintern.
Die Tiere, die den Winter nicht im Laichgewässer verbringen, überwintern
in den verschiedensten Verstecken, wie unter Erdaufschüttungen, Baumwurzeln,
aufgeschütteten Steinhaufen, Kellern u.a. Die Winterquartiere sind
für gewöhnlich nicht weiter als 50 m, maximal 400 m vom Laichplatz
entfernt. Teichmolche sind sehr standorttreu, so wurde beobachtet, daß
verfrachtete Molche aus bis zu einer Entfernung von 600 m zu ihren Laichplätzen
bzw. Wohnbezirken wieder zurückkehrten.
Wenn diese Laichgewässer durch Bau- oder irgenwelche anderen Maßnahmen
zerstört wurden, spüren die Tiere andere Gewässer in der
Nähe auf. Dadurch kann es in der Balzzeit vereinzelt auch zu Masseneinwanderungen
in einzelne kleine Gewässer, wie z.B. auch Gartenteiche kommen. Diese
Gewässer können manchmal auch weit mehr als einen Kilometer vom
zerstörten Laichgewässer entfernt sein. |
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Fortpflanzung
Die wilden und komplizierten Balzrituale der Teichmolche wurden von
T.R. HALLIDAY (1977) eingehend erforscht und veröffentlicht. Sie werden
in einer so hohen Geschwindigkeit ausgeführt, daß selbst Filmaufnahmen
beträchtliche Bewegungsunschärfen aufweisen. Beschrieben werden
sie von Rainer Günther in seinem Buch: "Die
Amphibien und Reptilien Deutschlands".
Ein Weibchen kann sich bis zu siebenmal mit verschiedenen Männchen
paaren. Danach setzt es über mehrere Wochen verteilt bis zu 300 einzelne
Eier ab. Es sucht mit den Hinterfüßen ein geeignetes Blatt vom
Tausendblatt, Wasserpest o.a., formt daraus eine Tasche und legt das Ei
darin ab.
Aus den ca. 1,5 mm großen Eiern, deren Gallertmasse bis zu 4
mm aufquillt, schlüpfen nach 12 bis 30 Tagen die etwa 6 mm langen,
meist gelben bis braunen Larven, die bis zu ihrer Umwandlung - nach
etwa 10 Wochen - noch Kiemen haben und das Wasser nicht verlassen können.
Das Foto rechts unten zeigt eine ca. 3 cm lange Molchlarve, bei der
die Kiemenbüschel hinter dem Kopf recht gut zu sehen sind.
Die Larven ernähren sich wie die adulten Tiere ausschließlich
von lebender Beute, wie
Flohkrebsen Fliegen-
und
Mückenlarven
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Das Männchen nähert sich in schneller
Verfolgungsjagt von hinten dem Weibchen
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Durch Riechen an der Kloake prüft es, ob
das
Weibchen brünstig ist. Wenn es nicht
flieht, beginnt das Balzritual
Teichmolchlarve.
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Feinde und Gefährdung
Feinde der Larven sind alle Fischarten, Wasserkäfer, Käfer-
und Libellenlarven aber auch erwachsene Tiere der eigenen Art.
Erwachsene Molche werden von Enten, Möwen, Bleßhühnern,
Graureihern, Ringelnattern, Wasserfröschen, Ratten und Katzen gejagt.
Junge Molche sind ein willkommenes, leicht zu erjagendes Futter für
Amseln und anderen Insektenfressern.
Die Vermehrungsrate ist deshalb äußerst gering. Es wird
geschätzt, daß unter günstigsten Bedingungen maximal 0,5%
der geschlüpften Larven nach 3 Jahren die Geschlechtsreife erlangen.
Die Lebensdauer kann
bis zu 20 Jahre betragen, endet aber meistens bereits nach der Hälfte
der Zeit.
Jungmolch nach der Metamorphos Ende September.
Länge vom Kopf bis zur Schwanzspitze 5
cm. |
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| In der Bundesartenschutzverordnung ist der Teichmolch als besonders
geschützte Art verzeichnet. Obwohl z.Z. noch nicht vom Aussterben
bedroht, sind die Bestände örtlich sehr stark zurückgegangen,
vorwiegend durch Vernichtung der Läichplätze und Umwandlung von
Feuchtbiotopen in Anglerteiche. Immer häufiger hört man auch
von verantwortungslosem Aussetzen von Gold- und anderen Fischen aber auch
von den besonders räuberischen Stichlingen in Amphibienbiotopen, selbst
in Landschafts- und Naturschutzgebieten. |
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| Fortsetzung
und mehr über diesen kleinen Molch (Story) |
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