Köcherfliegenlarven
Die Entwicklung vom Ei zur Larve
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Anfang August 2003, während eines ungewöhnlich langen und überdurchschnittlich warmen Sommers war auch die Vermehrung der Wasserpflanzen ungewöhnlich stark. 
Am 05. August wurde beim Ausdünnen des sich wucherartig vermehrenden 
Flutenden Sichelmooses, 
Drepanocladus fluitans,  dicht unter der Wasseroberfläche dieser, ca 35 mm lange, etwa 10 mm dicke, gallertartige Klumpen gefunden.
Erst beim Betrachten mit schräger Beleuchtung und einer Lupe (3x) sind winzige runde Zellen zu erkennen. 
Eine überschlägige Zählung ergab rund 1000 Stück.
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Unter dem Stereoskop (Vergr ca. 20x).sind wegen der Gallerthülle noch keine Einzelheiten auszumachen. Es sind jedoch innerhalb der 
Eier, wie bei etlichen Algen, grüne Einlagerungen zu erkennen.
Die gallertige Masse hat eine Konsinstenz die etwas zäher ist als das Eiweiß eines Hühnereis.
Deshalb war es  schwierig, eine einzelne Zelle zu separieren, zur genaueren Untersuchung unter dem Mikroskop.
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05. August.
Das Ei  mit einem Durchmesser von 
ca. 0.5 mm ist ziemlich undurchsichtig.
08. August
Drei Tage später, sind bereits deutlich einige Konturen zu sehen.
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geschlüpfte Larve
10. August.
Es zeichnet sich bereits deutlich die Gestalt einer Insektenlarve ab.
Kopf, der Körper mit Kiemen und der Hinterleib mit eingelagerten Algen sind  deutlich zu erkennen
Zum Vergleich eine frisch geschlüpfte Larve
ziehen Sie dieMaus!
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12. August. Die ersten Larven sind ge- schlüpft, was man auch mit einem schwachen Vergrößerungsglas  erkennen kann.
Mit einer 8 mal vergrößernden Lupe sind hier die etwa 1.5 mm langen Larven gut zu erkennen.
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13. August. Eine leere Eihülle und die etwa
2 mm lange Larve
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Deutlich sind die eingelagerten Algen zu erkennen, die offensichtlich die erste Nahrung
sind, ähnlich dem Dottersack bei Wirbeltieren 
Am Abdomen ist eine Zange zu erkennen, die vermutlich der jungen Larve beim Sammeln des ersten Köchermaterials behilflich ist.

 
14. August. Bereits einen Tag danach beginnen die kleinen Larven mit  dem Bauen ihrer Köcher.
Zunächst wird nur der weiche Mulm zusammengetragen. Dabei klaut man auch einmal dem Nachbarn sein Material.
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15. August. Nun nehmen die Larven langsam auch Zeichnung an und die langen Borsten sind gut zu erkennen. 20. August. 
Nur 5 Tage später ist der Köcher bereits mit Pflanzenresten verstärkt.
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28. August
Nach weiteren 8 Tagen balgen sich die kleinen Larven dann munter um das Baumaterial für ihre Köcher.
Fortsetzung:  Köcherfliegenlarven


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