In der Haut fast aller Arten sind sekretproduzierende, längliche
Körperteile (Rhabditen) eingelagert, die zum Angriff oder zur Verteidigung
ausgestoßen werden können und dann im Wasser aufquellen.
Viele Arten der Neorhabdocoela haben am Kopf zwei mehr oder weniger
dicht beieinander stehende Augen. Bei den Tricladida sind viele kleine
Augen am Kopfrand verteilt. Der Mund befindet sich bei beiden Ordnungen
auf der Unterseite.
Die größeren Arten der Tricladida, die einige Zentimeter
groß werden können und sich vorwiegend in bewegtem Wasser aufhalten,
bewegen sich kriechend auf der Unterlage, auf der sie ähnlich wie
Schnecken, auch einen Schleimfilm hinterlassen. Kleinere Arten können
sich auch flink schwimmend durch das Wasser bewegen, wobei sie ihre Körperformen
sehr stark verändern.
Alle Strudelwürmer sind Fleischfresser, die meisten leben räuberisch.
Ihre Beute spüren sie mit Hilfe zweier Geruchsorgane auf, die sich
am Vorderende befinden.
Die ausgemachte Beute wird mit den oben beschriebenen Rhabditen
beschossen und dabei eingeschleimt. Dann wird mit einem Rüssel Verdauungssekret
in das Beutetier injiziert. Anschließend wir die vorverdaute Beute
ausgesaugt.
Strudelwürmer verzehren jedoch auch Aas und sind deshalb nützlich.
In Aquarien werden sie jedoch gefürchtet, da sie möglicherweise
Jungfischen gefährlich werden können.
Alle Strudelwürmer sind Zwitter, d.h. jedes Tier ist Männchen
und Weibchen zugleich, und kann Spermien und Eier produzieren. |